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  • Katja Peteratzinger

Medical Park Bad Camberg

Wir wollen heilen helfen.

(Stefan Gröger)


(Das Interview wurde Anfang 2020 für die Bürgerinformation Bad Camberg geführt. Zum Gespräch mit Katja Peteratzinger standen Stefan Gröger, Geschäftsführer und Christine Wichardt, damalige Marketingleiterin der Klinik zur Verfügung.)


»Wir wollen heilen helfen«, sagt Stefan Gröger, der gut aussehende, dynamische Geschäfts-führer der Medical Park-Klinik Bad Camberg, kaum dass er, seine Marketingchefin, Christine Wichardt, seine Assistentin Kirsten Schwarze und ich uns an einem der großen Tische im Klinik-Restaurant zum Interview niedergelassen hatten. Und Christine Wichardt fügt augenzwinkernd hinzu: »Was wir versprechen, das halten wir auch.« – Aus den Dreien springen mir Motivation und Teamgeist nur so entgegen. Darauf angesprochen sagen Wichardt und Schwarze, der Zusammenhalt unter den Mit-arbeiterinnen und Mitarbeitern bei Medical Park sei einzigartig. Das Miteinander und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen sowie den familiären Charakter des Hauses könne man gar nicht genug wertschätzen. Dies zu bewahren ist erklärtes Ziel aller. »Wir suchen Menschen, die ihren Beruf lieben«, sagt Gröger und weiter: »Wir möchten schließlich das beste Krankenhaus und der beste Arbeitgeber in der Region sein.«


Zuvor in Heidelberg beschäftigt, managed Stefan Gröger seit Anfang 2019 nun das Haus in Bad Camberg. Die Gesamtzahl der Betten beträgt 220, 60 davon im Krankenhausstatus für die Akutversorgung von neurologischen Patienten mit Schlaganfällen, Gehirntumoren oder Anorysmen. Die restlichen Betten stehen für Rehabilitationsmaßnahmen bereit. Neben den klassischen Therapieansätzen bietet die Klinik modernste Ausstattung und einen selbst entwickelten ADL-Bereich. ADL steht kurz für Activity Of Daily Life und Patienten können hier Aktionen des täglichen Lebens wie tanken, Geld abheben, einkaufen in einem kleinen Su-permarkt oder über den Zebrastreifen gehen neu lernen oder üben.


Wirklich schwere Fälle machen wir hier in kurzer Zeit wieder fit«, sagt Gröger, das ma-che ihn sehr stolz und zufrieden. Christine Wichardt fügt hinzu: »Ich liebe es besonders, dass unsere Arbeit bewirkt, dass es Patienten schnell wieder gut geht.« Der illusterste Patient, den man hier bisher betreut habe, sei ein Lybier mit Kopfschuss gewesen. Zur Verfügung stehen Patienten weiterhin Angebote in der tiergestützten Therapie und in der Hippotherapie. Zum Wohle von Patienten und Mitarbeitenden stehen einige Investitionen in naher Zukunft an. Geplant ist die grundlegende Modernisie-rung der Zimmer und ein Relaunch des ge-samten Innendesigns der Klinik. Hier wird ein Architekten-Wettbewerb ausgerufen werden. Auf der Agenda steht der Bau eines modernen Therapiezentrums. Das alte Dialyse-Zentrum soll umgebaut werden, alles wird zentraler werden, mit Therapiemöglichkeiten auf höchstem Niveau. Gröger möchte ebenfalls kostenfreies WLAN flächendeckend für seine Patienten vorhalten.


Mit 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Medical Park bereits der größte Arbeitge-ber in Bad Camberg. Ein verlässlicher Partner in der Region mit hervorragender Vernetzung mit den niedergelassenen Ärzten und viel En-gagement im regionalen Sponsoring. Gröger ist stolz darauf, dass sein Haus zu den Top-20-Arbeitgebern in Wiesbaden und Umgebung gezählt wird. Ganz besonders begeistert ist er allerdings vom Freibergschen Geist, der überall im Konzern und auch im Bad Camberger Haus zu spüren sei. Als einer der reichsten Deut-schen sei Medical-Gründer Ernst Freiberger ein bodenständiger und verlässlicher Mensch und Unternehmer geblieben, der zwar viel fordere, aber auch viel gebe, schwärmt Gröger. Freiberger schaue sehr auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, helfe den Angestellten auch privat weiter, wenn das notwendig werde. Es scheint ein Geben und Nehmen bei Medical Park. Denn die Mitarbeitenden, viele von ihnen langjährig dabei, hätten ihrerseits in schwerer Zeit zum Konzern gestanden. Trotz einer Insolvenz vor 20 Jahren, seien viele im Haus geblieben, hätten sich solidarisch gezeigt, teilweise auf Gehalt verzichtet, damit auch die meisten anderen Kolleginnen und Kollegen bleiben konnten.



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